Kassenpflicht

Offene Ladenkasse und Kassenpflicht: Was Betriebe wissen müssen

Offene Kasse ohne TSE: Mit der Kassenpflicht (voraussichtlich ab 2028) für viele Betriebe vorbei. Wer betroffen ist, Alternativen und Kosten.

Voraussichtlich ab 2028 ändert sich für viele Betriebe der Alltag an der Kasse. Die offene Ladenkasse — Bargeld in die Schublade, am Monatsende Excel — reicht dann oft nicht mehr: Bar- und Kartenzahlungen sollen über ein TSE-gesichertes System laufen. Der Entwurf ist noch nicht final; Details im Kassenpflicht-Artikel.

Was ist eine „offene“ Kasse?

Gemeint ist kein §-146a-konformes elektronisches Aufzeichnungssystem: keine TSE-Signatur pro Vorgang, kein DSFinV-K-Export, oft nur Kassenbuch oder Schätzung. Das Finanzamt hat dafür in Betriebsprüfungen Nachschätzungen vorgenommen — künftig soll die Pflicht klarer greifen.

Wer muss umstellen?

Laut Entwurf: Gewerbe und Freiberuf mit mehr als 100.000 € Gesamtumsatz pro Jahr.

Nicht betroffen (Entwurf): rein überweisungsbasierte Honorare über Betriebskonto, wenn kein Bar oder EC fließt, und Betriebe, die dauerhaft unter der Umsatzgrenze bleiben.

→ Ausführlich: Kassenpflicht 100.000 Euro

Muss ich sofort eine teure Gastro-Kasse kaufen?

Nein. Viele Betroffene brauchen kein Mehrplatz-Restaurant-System. Handwerker und Werkstätten kommen oft mit Software auf dem Tablet und Bon-Drucker aus. Friseur und Kosmetik nutzen typisch eine Beauty- oder Handel-Lizenz als Einmalkauf. Imbiss und Kiosk nehmen häufig eine Touch-Komplettkasse ab etwa 700 €. Anwälte mit gelegentlichem Barhonorar reichen oft mit einer Start-Lizenz und wenigen Positionen.

Was kostet der Umstieg?

Variante Preis netto ca.
Software-only (Tablet und Drucker vorhanden) 300–600 €
Komplett neu 700–970 €

Ein Monatsabo für die Kasse ist bei Einmalkauf nicht zwingend.

Parallel: Sharp- und TSE-Welle

Selbst ohne neue Kassenpflicht müssen viele Betriebe jetzt tauschen: Bei Sharp gibt es keine neue TSE mehr — Kompletttausch. Bei anderen Marken mit abgelaufener TSE reicht oft der Wechsel — TSE wechseln. Der Fachhandel ist überlastet; frühe Planung spart Stillstand.

Fazit

Die offene Ladenkasse hat für wachsende Betriebe keine Zukunft, sobald die Kassenpflicht greift (voraussichtlich ab 2028). Prüfen Sie Umsatz und Zahlungsarten — dann online konfigurieren oder Handwerk-Software ansehen.

Entwurf — voraussichtlich ab 2028; noch kein Gesetz.

Fragen zu diesem Thema?

Nur für Gewerbe: Verkauf ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (Gewerbetreibende, Freiberufler, Unternehmen). Kein Verkauf an Verbraucher. AGB

Anfrage an Schnelle Kasse (info@schnelle-kasse.de). Fertige Bestellungen bitte über Warenkorb und Kasse (Online-Zahlung).

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